Therapie von Schilddrüsenknoten in Salzburg
Behandlungsmöglichkeiten bei Schilddrüsenknoten
Radiojodtherapie (RJT)
Die Radiojodtherapie ist ein bewährtes, zielgerichtetes Verfahren zur Behandlung bestimmter Schilddrüsenerkrankungen. Sie eignet sich insbesondere bei Überfunktion sowie zur Volumenreduktion bei Struma (in der Regel bis ca. 60 ml) und stellt häufig eine schonende Alternative zur Operation dar.
Indikationen
- Hyperthyreose bei funktioneller Autonomie (autonome Knoten)
- Morbus Basedow
- Struma (Schilddrüsenvergrößerung) zur Volumenreduktion
- Alternative zur chirurgischen Therapie bei geeigneter Konstellation
Wirkprinzip
Schilddrüsenzellen speichern radioaktives Jod analog zu natürlichem Jod. Die dabei entstehende β-Strahlung (mit geringer Reichweite von wenigen Millimetern) wirkt gezielt im Schilddrüsengewebe und führt zu einer kontrollierten Reduktion der Zellaktivität bzw. des Volumens.
Ziel ist die Normalisierung der Schilddrüsenfunktion (Euthyreose).
Wichtige Informationen
- Physikalische Halbwertszeit von Iod-131: ca. 8 Tage
- Ausscheidung überwiegend über den Urin
- In ausgewählten Fällen ist auch eine ambulante Durchführung (z. B. bis 400 MBq) möglich
- Nicht-invasives Verfahren ohne operative Belastung
Einsatzbereiche
- Behandlung hormonproduzierender Schilddrüsenknoten (Autonomien)
- Therapie bei Morbus Basedow
- Reduktion eines vergrößerten Schilddrüsenvolumens (Struma)
Unser Ansatz: sorgfältige Indikationsstellung, individuelle Aufklärung und strukturierte Nachsorge.
Minimalinvasive Verfahren
Radiofrequenzablation (RFA)
Die Radiofrequenzablation ist ein modernes Verfahren zur Verkleinerung gutartiger Schilddrüsenknoten. Unter Ultraschallkontrolle wird eine feine Sonde in den Knoten eingebracht und durch gezielte Wärme das Gewebe verödet.
Vorteile:
- Keine Operation, keine Vollnarkose
- Erhalt der Schilddrüsenfunktion
- Deutliche Volumenreduktion im Verlauf
- Kurze Erholungszeit
Für wen geeignet?
- Gutartige Schilddrüsenknoten mit Beschwerden oder Wachstum
- Zystische oder gemischt zystisch-solide Knoten (insbesondere für Ethanolablation)
- Alternative zur Operation oder Radiojodtherapie bei geeigneter Indikation
Ethanolablation (PEI – perkutane Ethanolinjektion)
Die Ethanolablation ist ein bewährtes, minimalinvasives Verfahren – insbesondere bei zystischen oder zystisch-degenerierten Schilddrüsenknoten. Dabei wird unter Ultraschallkontrolle gezielt Ethanol (Alkohol) in den Knoten eingebracht, wodurch das Gewebe schrumpft.
Vorteile:
- Sehr effektive Behandlung bei flüssigkeitsreichen (zystischen) Knoten
- Kurzer Eingriff, in der Regel ambulant durchführbar
- Gute Verträglichkeit
- Häufig deutliche Volumenreduktion
RFA - Ein etabliertes thermisches Behandlungsprinzip
Thermische Ablationsverfahren werden in der interventionellen Onkologie seit Jahrzehnten eingesetzt, unter anderem zur lokalen Behandlung primärer Lebertumoren und von Lebermetastasen.
Zu den international bekannten deutschsprachigen Experten auf diesem Gebiet zählt Prof. Dr. Dr. Thomas J. Vogl, ehemals Professor an der Charité Berlin
und heute Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Frankfurt.
Die Radiofrequenzablation von Schilddrüsenknoten wurde seit 2002 insbesondere in Südkorea klinisch angewendet und kontinuierlich weiterentwickelt.
In Österreich wurde die Methode 2014, in Deutschland 2015 eingeführt.
Spezialisierte Kooperation:
Dr. med. Dipl.-Phys. Johannes-Paul Richter aus Berlin ist Facharzt für Nuklearmedizin und Radiologie sowie Medizinphysikexperte.
Er zählt zu den spezialisierten und langjährig erfahrenen Anwendern der Thermoablation von Schilddrüsenknoten im deutschsprachigen Raum.
In Kooperation mit Dr. Richter wird die Radiofrequenzablation nun auch in Salzburg und München angeboten.
Gut zu wissen
Die stationäre oder ambulante Radiojodtherapie (RJT) sind in Österreich möglich mit Aktivitäten bis ca. 400 MBq und ist ein nichtinvasives, gut etabliertes Verfahren zur Behandlung ausgewählter Schilddrüsenerkrankungen.
Sie wird eingesetzt bei:
- Morbus Basedow (autoimmun bedingte Schilddrüsenüberfunktion)
- Funktionellen Autonomien (hormonproduzierende Schilddrüsenknoten)
- Struma zur gezielten Volumenreduktion
Die Therapie nutzt die Eigenschaft der Schilddrüsenzellen, Jod aufzunehmen. Das radioaktive Jod wirkt lokal im Gewebe und führt zu einer kontrollierten Reduktion der Hormonproduktion bzw. des Schilddrüsenvolumens.
Unser Ansatz: sorgfältige Indikationsstellung, individuelle Aufklärung und strukturierte Nachsorge.