Wahlarztordination
Prof. Dr. med. Thomas Krössin, MBA

Wahlarztordination für
Schilddrüsenmedizin in Salzburg


Radiojodtherapie (RJT)

Die Radiojodtherapie ist ein bewährtes, zielgerichtetes Verfahren zur Behandlung bestimmter Schilddrüsenerkrankungen. Sie eignet sich insbesondere bei Überfunktion sowie zur Volumenreduktion bei Struma (in der Regel bis ca. 60 ml) und stellt häufig eine schonende Alternative zur Operation dar.

Indikationen 

  • Hyperthyreose bei funktioneller Autonomie (autonome Knoten)
  • Morbus Basedow
  • Struma (Schilddrüsenvergrößerung) zur Volumenreduktion
  • Alternative zur chirurgischen Therapie bei geeigneter Konstellation 

Wirkprinzip 

Schilddrüsenzellen speichern radioaktives Jod analog zu natürlichem Jod. Die dabei entstehende β-Strahlung (mit geringer Reichweite von wenigen Millimetern) wirkt gezielt im Schilddrüsengewebe und führt zu einer kontrollierten Reduktion der Zellaktivität bzw. des Volumens.

Ziel ist die Normalisierung der Schilddrüsenfunktion (Euthyreose). 

Wichtige Informationen 

  • Physikalische Halbwertszeit von Iod-131: ca. 8 Tage
  • Ausscheidung überwiegend über den Urin
  • In ausgewählten Fällen ist auch eine ambulante Durchführung (z. B. bis 400 MBq) möglich
  • Nicht-invasives Verfahren ohne operative Belastung 

Einsatzbereiche 

  • Behandlung hormonproduzierender Schilddrüsenknoten (Autonomien)
  • Therapie bei Morbus Basedow
  • Reduktion eines vergrößerten Schilddrüsenvolumens (Struma) 

Unser Ansatz: sorgfältige Indikationsstellung, individuelle Aufklärung und strukturierte Nachsorge. 


Minimalinvasive Verfahren

Minimalinvasive Therapien ermöglichen eine gezielte, schonende Behandlung von Schilddrüsenknoten – ohne Operation und mit Erhalt der Schilddrüsenfunktion.

Radiofrequenzablation (RFA)

Die Radiofrequenzablation ist ein modernes Verfahren zur Verkleinerung gutartiger Schilddrüsenknoten. Unter Ultraschallkontrolle wird eine feine Sonde in den Knoten eingebracht und durch gezielte Wärme das Gewebe verödet.

Vorteile:

  • Keine Operation, keine Vollnarkose
  • Erhalt der Schilddrüsenfunktion
  • Deutliche Volumenreduktion im Verlauf
  • Kurze Erholungszeit

Ethanolablation (PEI – perkutane Ethanolinjektion)

Die Ethanolablation ist ein bewährtes, minimalinvasives Verfahren – insbesondere bei zystischen oder zystisch-degenerierten Schilddrüsenknoten. Dabei wird unter Ultraschallkontrolle gezielt Ethanol (Alkohol) in den Knoten eingebracht, wodurch das Gewebe schrumpft. 

Vorteile:

  • Sehr effektive Behandlung bei flüssigkeitsreichen (zystischen) Knoten
  • Kurzer Eingriff, in der Regel ambulant durchführbar
  • Gute Verträglichkeit
  • Häufig deutliche Volumenreduktion

Für wen geeignet? 

  • Gutartige Schilddrüsenknoten mit Beschwerden oder Wachstum
  • Zystische oder gemischt zystisch-solide Knoten (insbesondere für Ethanolablation)
  • Alternative zur Operation oder Radiojodtherapie bei geeigneter Indikation

Unser Ansatz

Individuelle Auswahl des optimalen Verfahrens – basierend auf

Ultraschallbefund, Knotentyp, Beschwerden und persönlichen Zielsetzungen.

Gute Medizin braucht Zeit.


Gut zu wissen

Die stationäre oder ambulante Radiojodtherapie (RJT) sind in Österreich möglich mit Aktivitäten bis ca. 400 MBq und ist ein nichtinvasives, gut etabliertes Verfahren zur Behandlung ausgewählter Schilddrüsenerkrankungen.

Sie wird eingesetzt bei:

  • Morbus Basedow (autoimmun bedingte Schilddrüsenüberfunktion)
  • Funktionellen Autonomien (hormonproduzierende Schilddrüsenknoten)
  • Struma zur gezielten Volumenreduktion

Die Therapie nutzt die Eigenschaft der Schilddrüsenzellen, Jod aufzunehmen. Das radioaktive Jod wirkt lokal im Gewebe und führt zu einer kontrollierten Reduktion der Hormonproduktion bzw. des Schilddrüsenvolumens.

Unser Ansatz: sorgfältige Indikationsstellung, individuelle Aufklärung und strukturierte Nachsorge.