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Häufige Fragen zur Schilddrüse


Auf dieser Seite finden Sie Antworten auf häufige Fragen zur Schilddrüse, zu Schilddrüsenwerten, Hashimoto-Thyreoiditis, Morbus Basedow, Schilddrüsenknoten, Ultraschall und Behandlungsmöglichkeiten.

Die Informationen dienen einer ersten Orientierung. Da Beschwerden, Laborwerte und Schilddrüsenbefunde immer im persönlichen Zusammenhang beurteilt werden müssen, ersetzen sie keine individuelle fachärztliche Untersuchung und Beratung.

Allgemeine Fragen zur Schilddrüse

Was behandelt die Schilddrüsenordination?

In der Schilddrüsenordination werden Erkrankungen und Veränderungen der Schilddrüse fachärztlich untersucht, behandelt und kontrolliert. Dazu zählen unter anderem Schilddrüsenknoten, Hashimoto-Thyreoiditis, Morbus Basedow sowie Schilddrüsenunter- und -überfunktionen.

Auch Schilddrüsenfragen bei Kinderwunsch, Schwangerschaft, in den Wechseljahren oder nach einer Schilddrüsenoperation können abgeklärt werden.

Wann sollte ich meine Schilddrüse untersuchen lassen?

Eine Untersuchung kann bei Beschwerden wie anhaltender Müdigkeit, Herzrasen, innerer Unruhe, Gewichtsveränderungen, verstärktem Frieren oder Schwitzen, Haarausfall oder Zyklusstörungen sinnvoll sein.

Auch eine tastbare Veränderung am Hals, bekannte Schilddrüsenknoten oder auffällige Laborwerte sollten fachärztlich abgeklärt werden. Da diese Beschwerden auch andere Ursachen haben können, ist eine individuelle Untersuchung wichtig. Typische Beschwerden einer Unter- oder Überfunktion können sehr unterschiedlich und unspezifisch sein.

Reicht der TSH-Wert zur Beurteilung der Schilddrüse aus?

Der TSH-Wert ist ein wichtiger erster Laborwert, reicht aber nicht bei jeder Fragestellung allein aus. Je nach Beschwerden und Vorbefunden können weitere Blutwerte, Schilddrüsenantikörper und ein Ultraschall erforderlich sein.

Gerade Schilddrüsenknoten können auch bei einem normalen TSH-Wert vorhanden sein. Der Ultraschall liefert zusätzliche Informationen über Größe und Struktur der Schilddrüse und möglicher Knoten.


Untersuchung und Diagnostik

Welche Untersuchungen werden durchgeführt?

Je nach Fragestellung umfasst die Abklärung ein ausführliches Gespräch über Beschwerden und Vorbefunde, eine klinische Untersuchung, einen hochauflösenden Schilddrüsenultraschall und die gezielte Beurteilung relevanter Laborwerte.

Bei auffälligen Befunden können weitere Untersuchungen wie eine Szintigraphie oder Feinnadelpunktion empfohlen beziehungsweise organisiert werden. Ziel ist eine klare Einordnung, ob eine Verlaufskontrolle, weitere Diagnostik oder Behandlung sinnvoll ist.

Was zeigt ein Schilddrüsenultraschall?

Mit dem hochauflösenden Ultraschall lassen sich Größe, Struktur und Gewebebeschaffenheit der Schilddrüse beurteilen. Auch Schilddrüsenknoten, eine Vergrößerung der Schilddrüse und Hinweise auf entzündliche Veränderungen können erkannt und dokumentiert werden.

Der Ultraschall eignet sich außerdem besonders gut für Verlaufskontrollen. Bei Bedarf kann ergänzend eine KI-gestützte 3D-Sonografie eingesetzt werden, um Volumen und Veränderungen besonders gut vergleichbar zu erfassen.

Wann ist eine Feinnadelpunktion notwendig?

Eine Feinnadelpunktion kann sinnvoll sein, wenn ein Schilddrüsenknoten aufgrund seiner Größe, seines Wachstums oder bestimmter Ultraschallmerkmale genauer abgeklärt werden sollte.

Dabei werden mit einer sehr dünnen Nadel Zellen aus dem Knoten entnommen und anschließend untersucht. Nicht jeder Schilddrüsenknoten muss punktiert werden. Die Entscheidung erfolgt anhand des Ultraschallbefundes und der gesamten medizinischen Situation.

Was bedeutet TI-RADS?

TI-RADS ist ein standardisiertes Bewertungssystem für Schilddrüsenknoten im Ultraschall. Anhand bestimmter Merkmale wird eingeschätzt, ob eine Verlaufskontrolle ausreicht oder eine weitere Abklärung sinnvoll ist.

In der Ordination kann die TI-RADS-Einordnung durch die KI-gestützte 3D-Sonografie unterstützt werden. Die technische Auswertung ersetzt jedoch nicht die ärztliche Beurteilung.


Schilddrüsenknoten und Behandlung

Sind Schilddrüsenknoten gefährlich?

Die meisten Schilddrüsenknoten sind gutartig. Trotzdem sollten sie fachärztlich beurteilt werden, insbesondere wenn sie wachsen, Beschwerden verursachen oder im Ultraschall auffällige Merkmale zeigen.

Zur Einschätzung werden unter anderem Größe, Struktur, Verlauf und mögliche Auswirkungen auf die Schilddrüsenfunktion berücksichtigt.

Muss ein Schilddrüsenknoten immer behandelt oder operiert werden?

Nein. Viele Schilddrüsenknoten benötigen zunächst nur regelmäßige Verlaufskontrollen.

Eine Behandlung kann sinnvoll sein, wenn ein Knoten wächst, Druck- oder Schluckbeschwerden verursacht, hormonell aktiv ist oder aufgrund des Befundes genauer abgeklärt werden muss. Welche Therapie infrage kommt, hängt vom Knotentyp und von der individuellen Situation ab.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Schilddrüsenknoten?

Je nach Befund kommen unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten infrage. Dazu zählen Verlaufskontrollen, eine Radiojodtherapie, minimalinvasive Verfahren oder in bestimmten Fällen eine Operation.

Zu den minimalinvasiven Verfahren gehören insbesondere die Radiofrequenzablation bei geeigneten gutartigen Knoten und die Ethanolablation bei zystischen oder teilweise zystischen Knoten. Die Auswahl erfolgt nach sorgfältiger Untersuchung und individueller Beratung.

Was ist eine Radiofrequenzablation der Schilddrüse?

Die Radiofrequenzablation, kurz RFA, ist ein minimalinvasives Verfahren zur Verkleinerung geeigneter gutartiger Schilddrüsenknoten.

Dabei wird unter Ultraschallkontrolle eine feine Sonde in den Knoten eingebracht. Durch gezielte Wärme wird das Knotengewebe behandelt, sodass sich dessen Volumen im weiteren Verlauf verringern kann. Eine Operation und Vollnarkose sind dabei in der Regel nicht erforderlich.


Hashimoto, Morbus Basedow und Schilddrüsenfunktion

Was ist Hashimoto-Thyreoiditis?

Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronische Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Dabei richtet sich das Immunsystem gegen das eigene Schilddrüsengewebe. Im Verlauf kann sich eine Schilddrüsenunterfunktion entwickeln.

Mögliche Beschwerden sind unter anderem Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, verstärktes Frieren, trockene Haut, Haarausfall oder Gewichtsveränderungen. Da diese Beschwerden auch andere Ursachen haben können, ist eine genaue medizinische Einordnung wichtig.

Können trotz normaler Schilddrüsenwerte Beschwerden bestehen?

Ja. Beschwerden wie Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsprobleme oder Gewichtsschwankungen können auch dann auftreten, wenn einzelne Schilddrüsenwerte im Normbereich liegen.

In solchen Fällen sollte geprüft werden, ob weitere Faktoren wie die gesamte Schilddrüsenfunktion, Entzündungsprozesse, Ernährung, Nährstoffversorgung, Medikamente oder andere Erkrankungen eine Rolle spielen. Beschwerden können unterschiedliche Ursachen haben und sollten deshalb immer im medizinischen Gesamtzusammenhang beurteilt werden.

Was ist Morbus Basedow?

Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung, die meist zu einer Schilddrüsenüberfunktion führt. Mögliche Beschwerden sind Herzrasen, Nervosität, Zittern, verstärktes Schwitzen, Schlafstörungen oder Gewichtsverlust.

Für die Behandlung ist entscheidend, die Ursache und Ausprägung der Überfunktion genau zu bestimmen. Morbus Basedow gehört ausdrücklich zu den Schwerpunkten der Ordination.

Wie werden Schilddrüsenunterfunktion und Schilddrüsenüberfunktion behandelt?

Die Behandlung richtet sich nach Ursache, Beschwerden, Laborwerten, Lebensphase und Begleiterkrankungen. Bei einer Unterfunktion können Schilddrüsenhormone erforderlich sein.

Bei einer Überfunktion kommen je nach Ursache Medikamente, Radiojodtherapie oder andere Behandlungsverfahren infrage. Ziel ist eine individuell abgestimmte und gut verständliche Therapieplanung.


Schilddrüse in verschiedenen Lebensphasen

Welche Rolle spielt die Schilddrüse bei Kinderwunsch und Schwangerschaft?

Eine gut eingestellte Schilddrüsenfunktion ist bei Kinderwunsch und während der Schwangerschaft besonders wichtig. Bei bereits bekannter Unterfunktion kann sich der Bedarf an Schilddrüsenhormonen verändern.

Je nach Ausgangssituation können engmaschigere Labor- und Ultraschallkontrollen sowie eine Anpassung der Medikation erforderlich sein. Auch im Wochenbett sollte die Schilddrüsenfunktion erneut überprüft werden.

Weitere Informationen zu Schwangerschaft, Wechseljahren und Schilddrüse

Können Wechseljahresbeschwerden mit der Schilddrüse zusammenhängen?

Ja. Beschwerden wie Schlafstörungen, Herzklopfen, Schwitzen, Stimmungsschwankungen oder Gewichtszunahme können sowohl in den Wechseljahren als auch bei einer Schilddrüsenfehlfunktion auftreten.

Eine gezielte Untersuchung hilft dabei, die möglichen Ursachen voneinander abzugrenzen und eine Über- oder Unterfunktion zu erkennen beziehungsweise auszuschließen.

Beeinflusst eine Hormonersatztherapie die Schilddrüse?

Eine Hormonersatztherapie kann den Bedarf an Schilddrüsenhormonen beeinflussen. Das gilt insbesondere bei Beginn, Umstellung oder Absetzen einer Hormontherapie.

Bei bestehender Schilddrüsenbehandlung kann deshalb eine Kontrolle der Schilddrüsenwerte und gegebenenfalls eine Anpassung der Medikation sinnvoll sein.


Termin, Kosten und Ablauf

Was bedeutet Wahlarztordination?

Die Ordination ist eine Wahlarztordination. Das Honorar wird direkt in der Ordination bezahlt und kann anschließend bei der jeweiligen Krankenversicherung zur Rückerstattung eingereicht werden.

Die Höhe der Rückerstattung richtet sich nach den gültigen Kassentarifen und nicht nach dem bezahlten Privathonorar.

Was kostet eine Untersuchung?

Die Kosten richten sich nach Art und Umfang des Termins:

  • Spezialisierte Schilddrüsen-Erstdiagnostik: € 240
  • Schilddrüsen-Folgeordination / Verlaufskontrolle: € 120
  • Komplexe Schilddrüsen-Folgeordination: € 190
  • Kurze Labor- oder Befundbesprechung ohne Ultraschall: € 90

Welche Terminart passend ist, hängt von der Fragestellung, den vorhandenen Befunden und dem bisherigen Behandlungsverlauf ab.

Wie läuft der erste Termin ab?

Die spezialisierte Schilddrüsen-Erstdiagnostik umfasst eine ausführliche Anamnese, die Sichtung vorhandener Befunde, einen Schilddrüsenultraschall, die medizinische Risikoeinordnung und eine individuelle Laborplanung.

Zusätzlich erhalten Sie eine Therapieempfehlung, einen schriftlichen Befund und eine einmalige Befundbesprechung.

Welche Unterlagen soll ich zum Termin mitbringen?

Bitte bringen Sie nach Möglichkeit vorhandene Schilddrüsenbefunde, aktuelle Laborwerte, Ultraschall- oder Szintigraphiebefunde, Operationsberichte und eine Liste Ihrer Medikamente mit.

Auch ohne aktuelle Vorbefunde kann ein Termin vereinbart werden. Die weitere Diagnostik wird dann im Rahmen des Termins festgelegt.

Sie möchten Ihre Schilddrüse fachärztlich abklären lassen?

Vereinbaren Sie einen Termin in der Wahlarztordination für Schilddrüsenmedizin in Salzburg. Für eine gezielte Einschätzung bringen Sie nach Möglichkeit vorhandene Befunde, aktuelle Laborwerte und eine Liste Ihrer Medikamente mit.